Grundlage
Warum eine Küche anders behandelt wird als ein Schrank
Ein Kleiderschrank ist ein Stück, das an einer beliebigen Wand stehen kann. Eine Küchenzeile besteht aus Unterschränken, Oberschränken, einer durchgehenden Arbeitsplatte, Sockelblenden, Wandanschlussleisten, Passstücken, Geräten und deren Anschlüssen, und alle diese Teile beziehen sich auf einen Raum, den es am neuen Ort so nicht gibt.
Deshalb beginnt ein Küchenumzug nicht mit Werkzeug, sondern mit einer Skizze. Aufgenommen wird die Zeile in ihrer tatsächlichen Reihenfolge, mit den Breiten jedes einzelnen Korpus, der Lage der Geräte, der Länge und Stärke der Arbeitsplatte und der Position der Anschlüsse. Erst dann lässt sich beantworten, ob und wie sie im neuen Raum steht.
Korpusbreiten folgen dabei einem Raster, meist in Schritten von fünfzehn Zentimetern. Genau daraus entsteht der Spielraum: Eine Zeile lässt sich umordnen, ein Schrank kann an eine andere Stelle wandern, und eine fehlende Länge lässt sich manchmal mit einem Passstück ausgleichen. Was sich nicht ausgleichen lässt, ist fehlende Wand.
Die Entscheidung
Die Arbeitsplatte ist das Teil, das die Entscheidung erzwingt
Alles an einer Küche ist in gewissen Grenzen anpassbar, die Arbeitsplatte nicht. Sie lässt sich kürzen, aber nicht verlängern, und ihre Ausschnitte für Kochfeld und Spüle sitzen dort, wo sie sitzen. Wandert die Spüle an der neuen Wand um sechzig Zentimeter, ist der alte Ausschnitt an der falschen Stelle.
Vor dem Ausbau prüfen wir deshalb drei Dinge an der Platte: die Gesamtlänge gegen die neue Wandlänge, die Lage der Ausschnitte gegen die neuen Anschlusspunkte und den Zustand der Schnittkanten, besonders um die Spüle herum. Aufgequollene Kanten sind das häufigste Anzeichen dafür, dass die Platte einen zweiten Einbau nicht mehr lohnt.
Ist die Platte in einem Stück und länger als zwei Meter, wird sie liegend transportiert und nicht hochkant. Hochkant getragene Platten brechen an der schwächsten Stelle, und das ist immer der Ausschnitt.
Der Ablauf
Die Geräte: einzeln gesichert und nicht im Schrank
Eingebaute Geräte fahren bei uns grundsätzlich nicht in ihren Korpussen mit. Sie werden ausgebaut, einzeln gesichert und getrennt verladen, und dafür gibt es für jedes Gerät einen eigenen Grund.
- Kühl- und Gefriergeräte werden aufrecht transportiert und stehen am Ziel einige Stunden, bevor sie Strom bekommen
- Die Spülmaschine wird vorher leer laufen gelassen und der Restwasserablauf abgesichert, sonst nässt sie im Laderaum
- Das Kochfeld ist Glas und fährt liegend, abgepolstert und für sich, nie unter etwas Schwerem
- Der Backofen ist das schwerste Einzelstück und wird zu zweit gehoben, auch wenn es anders ginge
- Der Dunstabzug behält seine Rohre oder Filter, damit am Ziel nicht die Frage entsteht, ob er auf Abluft oder Umluft lief
Fallstricke
Kleinteile sind der Grund, warum eine Küche an einem Tag fertig wird
Eine mittlere Küchenzeile bringt beim Ausbau schnell zweihundert Einzelteile hervor: Schrauben, Dübel, Verbinder, Scharnierabdeckungen, Sockelclips, Distanzstücke, Blendenhalter, Griffe. Fehlen davon fünf, steht am Ziel der Aufbau.
Deshalb wandern die Kleinteile nicht in eine Sammelkiste, sondern beutelweise pro Schrank, beschriftet mit der Position in der Zeile. Die Beutel kommen in eine eigene, gekennzeichnete Kiste, und die fährt greifbar vorn mit und nicht unter dem Möbelberg.
Was zusätzlich schützt, liefern wir mit: Luftpolsterfolie für Fronten und Glas kostet 19 € je Rolle je Rolle, Packpapier für Geschirr und Kleinteile 14 € im Bund je Bund, eine Möbeldecke 2,50 € pro Stück und Woche. Leihstücke holen wir nach dem Umzug wieder ab.
Der Betrag
Der Ablauf an einem Tag mit Küche
Die Küche ist am Umzugstag das erste und das letzte Thema. Sie wird zuerst ausgebaut und zuletzt verladen, damit sie am Ziel als Erstes wieder herunterkommt und der Aufbau beginnen kann, während der Rest noch abgeladen wird.
- Aufmaßskizze und Fotos gegen den neuen Raum prüfen, Reihenfolge der Schränke festlegen
- Geräte ausbauen, sichern und beiseitestellen, bevor an den Korpussen gearbeitet wird
- Arbeitsplatte lösen, Sockelblenden und Wandanschlussleisten abnehmen und beschriften
- Schränke einzeln lösen, Kleinteile beutelweise sichern, Fronten abpolstern
- Verladen in der Reihenfolge, in der am Ziel aufgebaut wird, Platte liegend, Geräte einzeln
- Am Ziel Wand anzeichnen, Unterschränke ausrichten und verbinden, dann Platte auflegen
- Oberschränke setzen, Geräte einstellen, Sockel und Blenden zuletzt, danach Rundgang
Grundlage
Was wir machen und was der Fachbetrieb macht
Wir bauen aus, transportieren, bauen auf, richten aus und stellen die Geräte an ihren Platz. Was wir nicht tun, ist das Anschließen von Strom, Wasser und Gas. Dahinter steht keine Bequemlichkeit, sondern eine Zulassungsgrenze: Ein Starkstromanschluss für ein Kochfeld und erst recht ein Gasanschluss gehören ausschließlich in gewerbliche Hände mit der passenden Eintragung.
Praktisch heißt das, dass zwei Termine ineinandergreifen müssen. Wir stellen die Küche so, dass angeschlossen werden kann, ohne dass noch einmal etwas gerückt werden muss. Steht der Termin des Fachbetriebs bereits fest, geben Sie ihn uns bitte durch; wir bauen dann in der Reihenfolge auf, die dazu passt.
Für Wasser und Abfluss gilt dasselbe in abgeschwächter Form: Der Anschluss selbst ist Sache des Fachbetriebs, das Ausrichten des Unterschranks und das Setzen der Spüle nicht. Diese Trennung steht vor dem Termin schriftlich fest, damit am Umzugstag niemand darauf wartet, dass ein anderer anfängt.
Die Entscheidung
Was ein Küchenumzug kostet
Wir führen die Küche als eigenen Punkt und nicht versteckt im Umzugsbetrag. Zerlegen an der alten und Aufstellen an der neuen Anschrift kostet zusammen ab 249 €. Der Anschluss von Strom und Wasser ist darin nicht enthalten, weil er nicht von uns kommt. Fällt eine der beiden Seiten weg, etwa weil am Ziel schon eine Küche steht, mindert sich der Posten entsprechend.
Kommt Montagearbeit an anderen Möbeln dazu, kostet der Möbelmonteur ab 28 € je Stunde je angefangener Stunde. Wer nur den Transport der Zeile braucht und selbst aus- und einbaut, bekommt ein eigenes Angebot nach Zeit: ab 44 € je Stunde für den kleineren Wagen samt Fahrer und ab 25 € je Stunde für jede Kraft ohne Wagen, Mindestabnahme zwei Stunden.
Soll die alte Küche stattdessen entsorgt werden, geschieht das im selben Auftrag und wird nach tatsächlich geräumtem Volumen zu ab 39 € abgerechnet; was die Annahmestelle in Rechnung stellt, reichen wir eins zu eins weiter. Zuschläge weisen wir vorab und einzeln aus. Nichts wird nachträglich aufgeschlagen, was nicht vorher im Angebot stand.
Im Landkreis Dahme-Spreewald berechnen wir keine Anfahrt. Außerhalb steht sie beziffert im Angebot, bevor Sie zusagen.
Der Ablauf
Wann wir vom Umzug der Küche abraten
Es gehört zur Ehrlichkeit dieses Angebots, dass wir gelegentlich davon abraten, und wir tun es beim Aufmaß und nicht mitten im Ausbau. Der häufigste Fall ist eine ältere Zeile mit gepressten Korpussen und verschraubten Rückwänden aus dünner Faserplatte: Sie übersteht das Lösen selten unbeschädigt, und was beim Ausbau bricht, lässt sich am Ziel nicht ersetzen.
Der zweite Fall ist der Raumzuschnitt. Fehlt an der neuen Wand mehr als ein halber Meter, hilft weder Umsortieren noch ein Passstück, und eine Küche mit Lücke ist keine Küche. Der dritte ist der Gerätepark: Sind zwei von vier Geräten nahe am Ende ihrer Nutzungsdauer, verschiebt sich die Rechnung schnell zugunsten eines Neukaufs.
In allen drei Fällen sagen wir, was wir sehen, und überlassen Ihnen die Entscheidung. Fällt sie gegen die Küche aus, übernehmen wir im selben Auftrag die Räumung, und der Umzug läuft dadurch sogar einen halben Tag kürzer.