Was dazugehört
Wer hier umzieht, verlässt fast immer ein eigenes Haus
Die Gebäude- und Wohnungszählung des Zensus 2022 hat für Schulzendorf zum Stichtag 15. Mai 2022 genau 3.758 Gebäude mit Wohnraum erfasst. In 3.478 davon steckt eine einzige Wohnung, in 215 stecken zwei. Das sind 98,3 Prozent Ein- und Zweifamilienhäuser, und kein einziges Gebäude im Ort enthält dreizehn oder mehr Wohnungen.
Dieselbe Zählung weist 4.186 Wohnungen aus, im Mittel 107,6 Quadratmeter groß, dazu eine Eigentümerquote von 83,8 Prozent. Für die Planung eines Umzugstages ist das die wichtigste Angabe überhaupt: Es geht hier selten um eine Mietwohnung, die zum Monatsletzten übergeben wird, sondern um Verkauf, Erbfall, Generationswechsel oder den Bezug eines Neubaus.
Wer zwanzig oder dreißig Jahre im selben Haus gewohnt hat, besitzt Räume, die in keiner Zimmerzahl auftauchen. Genau diese Räume entscheiden über die Länge des Tages, und deshalb öffnen wir sie vor dem Angebot und nicht am Morgen des Umzugs.
Der Ablauf
Nicht die Etage bestimmt den Aufwand, sondern der Weg zur Tür
Eine eigene Auszählung des offenen Kartenmaterials von OpenStreetMap, Stand 26. August 2026, findet im Gemeindegebiet 3.108 eingeschossige und 740 zweigeschossige Gebäude, aber nur 27 mit drei Geschossen. Daneben stehen 884 Garagen und Carports sowie 282 Schuppen.
Damit fällt fast alles weg, was einen Umzugstag in einer Stadt in die Länge zieht: enge Treppenhäuser, lange Flure, Wartezeit vor dem Aufzug. Was hier stattdessen zählt, ist die Strecke zwischen Haustür und Ladekante. Fünfundzwanzig Meter über eine Rasenkante, ein Gartentor und einen Plattenweg kosten mehr Zeit als eine gerade Treppe in den ersten Stock.
Diese Strecke messen wir an beiden Anschriften ab und halten sie im Angebot fest. Steht der Wagen weiter entfernt, planen wir von vornherein eine zusätzliche Kraft ein, statt am Umzugstag darüber zu reden.
Was mitgebracht wird
Woraus der Festbetrag gerechnet wird
In den Betrag gehen drei Dinge ein: der Rauminhalt, die Besetzung und die Länge der Wege an beiden Anschriften. Innerhalb des Ortes und der Nachbargemeinden werden sie zu einem festen Betrag verrechnet. Eine Wohnung bis 35 Quadratmeter kostet ab 289 €. Zwischen 35 und 60 Quadratmetern, also gut 25 m³, gilt ab 389 €; zwischen 60 und 85 Quadratmetern mit gut 40 m³ kostet der Wechsel ab 769 €; zwischen 85 und 110 Quadratmetern mit gut 55 m³ rechnen wir ab 799 €, und oberhalb von 110 Quadratmetern ab 1.080 €.
Die Angabe in Quadratmetern ordnet den Fall nur grob ein. Entscheidend ist der Rauminhalt, und der wird beim Aufmaß bestimmt. Zwei gleich große Häuser trennen mühelos zehn Kubikmeter, je nachdem, wie lange darin gewohnt wurde und was sich in den Nebenräumen angesammelt hat.
Wer lieber offen nach Zeit abrechnet, bekommt die Stundensätze: ab 44 € je Stunde für den kleineren Wagen samt Fahrer, ab 46 € je Stunde für den größeren und ab 48 € je Stunde für Fahrzeug samt zwei Kräften. Bei einem vollständigen Haushalt bleibt der feste Betrag trotzdem die ruhigere Wahl, weil dann niemand während des Tragens auf die Uhr sieht.
Im Landkreis Dahme-Spreewald berechnen wir keine Anfahrt. Außerhalb steht sie beziffert im Angebot, bevor Sie zusagen.
Am Umzugstag
Die Posten, die neben dem Festbetrag stehen
Alles, was über den reinen Wohnungswechsel hinausgeht, erscheint als eigener Punkt im Angebot und nicht im Festbetrag. Der Abbau einer Küche samt Wiedereinbau an der neuen Anschrift kostet ab 249 €; den Anschluss von Strom, Wasser und Gas übernimmt ein dafür zugelassener Fachbetrieb und nicht wir. Wer das Einpacken abgeben möchte, bucht Kräfte dafür dazu, sie kosten ab 25 € je Stunde.
Packmaterial bringen wir vorab und nehmen es nach dem Umzug wieder mit. Ein Leihkarton kostet 0,90 € pro Stück und Woche, ein gekaufter 1,80 € pro Stück. Bei viel Garderobe lohnt sich die Kleiderbox zu 3,50 € pro Stück und Woche: Was darin fährt, muss weder gefaltet noch gebügelt werden und wandert am Ziel unverändert in den neuen Schrank. Ergänzend gibt es Möbeldecken für 2,50 € pro Stück und Woche, Luftpolsterfolie für 19 € je Rolle und Packpapier für 14 € im Bund.
Für weite Strecken bis rund 750 Kilometer gilt eine eigene Staffel. Für zwei Zimmer gilt ab 1.690 €, für drei ab 1.950 € und für vier ab 2.190 €. Bei solchen Aufträgen fallen Fahrzeit und Rückweg ins Gewicht; beides wird offen ausgewiesen, statt im Betrag unterzugehen. Zuschläge weisen wir vorab und einzeln aus. Nichts wird nachträglich aufgeschlagen, was nicht vorher im Angebot stand.
Der Betrag
Der Weg vom ersten Formular bis zum aufgebauten Bett
Was in welcher Reihenfolge geschieht, legen wir beim Aufmaß fest und geben es schriftlich mit. Steht der Ablauf, muss am Umzugstag selbst niemand mehr überlegen, wo begonnen wird.
- Anfrage senden mit alter und neuer Anschrift, Etage, Wunschtermin und ungefährer Wohnfläche
- Aufmaß vor Ort, wobei Keller, Dachboden, Garage und Gartenhaus mit geöffnet werden
- Schriftliches Angebot mit Rauminhalt, Besetzung, Beginn und Betrag
- Kartons anliefern, in der Regel zehn bis vierzehn Tage vor dem Termin
- Erste Tageshälfte: abbauen, Kleinteile und Kartons verladen, Sperriges als Letztes
- Zweite Tageshälfte: Raum für Raum abladen, Betten und Küche zuerst nutzbar machen
- Am Ende: Reste des Packmaterials mitnehmen und einen Tag für die Kartonrückgabe verabreden
Was dazugehört
Fünf Punkte, nach denen wir beim Aufmaß immer fragen
Ein Umzugstag wird fast immer aus denselben Gründen lang, und alle lassen sich vorher klären. Genau danach fragen wir, bevor das Angebot geschrieben wird.
- Ob der Schlüssel für die neue Anschrift zum verabredeten Beginn vorliegt
- Wie lang der Weg zwischen Haustür und Ladekante ist, und zwar an beiden Anschriften
- Welche Möbel zerlegt gehören, weil Tür, Treppe oder Gartentor zu schmal sind
- Ob Betten, Küche und Bad noch am selben Tag benutzbar sein müssen
- Was zurückbleiben soll und deshalb schon vorher den Weg aus dem Haus finden sollte